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Deutsch lernen in Wien

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Tips zum Deutschlernen

Allgemein

Die von 100 Millionen Muttersprachlern gesprochene Sprache ist mindestens so wichtig wie Englisch (obwohl Letztere als Lingua Franca gilt).

In österreich ist die Kenntnis der Landessprache eine elementare Voraussetzung für die Besetzung von Arbeitsplätzen. Aber auch für behördliche Angelegenheiten, der Ausfüllung von endlosen Formularen, also für die Integration ist sie unentbehrlich.

Im Deutschunterricht vergeht viel Zeit mit der Erklärung der Grammatik (Wortfolge, Konjugation), das Deutschlernen ist zum großen Teil Büffeln. Die Sprache ähnelt einem Lego-Baukasten mit logischen Konstruktionsprinzipien. Auch dies kann dazu geführt haben, dass die Sprache der neuzeitlichen Philosophie und anderen Wissenschaften das Deutsche ist. Die deutsche Dichtkunst mag anfangs etwas steril wirken, aber wenn wir uns darin etwas vertiefen, ihre typischen Themen und kulturelle Erbe kennen lernen, stellen wir fest, dass der Deutsche sehr viel „hinter den Zeilen“ versteckt.

Grammatik

Die Wortfolge und die Satzordnung von Nebensätzen sind im Deutschen gebunden. Die Verben kann man häufen, aber ihre Reihenfolge ist nicht variabel. Es gibt nicht so viele Möglichkeiten für Nuancen, wie in vielen anderen Sprachen.

Mit den Substantiven muss man auch ihr Genus lernen, wobei es Regeln gibt. Man muss nicht nur das Geschlecht der leblosen Gegenstände und abstrakten Begriffe merken, sondern die Pronomen müssen serienweise nach Genus, Anzahl und Fall abgestimmt werden. Wenn man den Artikel verfehlt, bekommt der Satz gegebenenfalls eine andere Bedeutung.

Die Abstimmung der Pronomen erfordert eine durchgängige Anstrengung, folglich wird ein beträchtlicher Teil des Deutschlernens der Grammatik gewidmet.

Was der praktische Nutzen der mit Geschlecht ausgestatteten Substantive ist? Gar nichts. Höchstens, dass die Anzahl der ’belegbaren Domains’ etwas erhöht wird (Substantive mit zwei Genera besitzen zwei Bedeutungen).

Darüber hinaus ist das Deutsche einzigartig mit der Unterscheidung von drei ’Geschlechtern’. Dass das dritte als „neutral“ bezeichnet wird, verringert den damit verbundenen  Zusatzaufwand nicht.
Und das ist das Hauptproblem mit dem Deutschen: dass Ausländer selbst nach vielen Jahren nicht die Artikel aller Substantive kennen und komplizierte Fälle der Deklination nicht treffen, bzw. dies beim Sprechen nicht schnell genug meistern.

Über die Regeln der Genuszuweisung können Sie auf diesem Link lesen, und über die Adjektiv-Deklination hier.

Viel öfter brauchen Deutsche den unbestimmten Artikel (z.B. ein schöner Wein).

Auch die Verwendung der Vergangenheitsformen ist nicht einfach. Im Deutschen gibt es mehrere Zeitformen als beispielsweise in den Ost-Sprachen (allerdings weniger als im Englischen), wobei Hilfsverben zum Einsatz kommen.

Manchmal kommt es gelegen, dass das Deutsche die Instrumente einer unpersönlichen Ausdrucksweise wahrt (Passiv).

Die trennbaren Suffixe tragen auch an sich Bedeutungen und sind zu fast jedem Verb und zur Mehrheit der Substantive zuzuordnen.

Die mehrfach verwendeten Präpositionen (mit Akkusativ oder Dativ) besitzen mehrere Bedeutungen.
Die höfliche Formulierung von Wünschen, die genaue Verwendung von Modalverben kann kompliziert wirken.

Aussprache

Für slawische Muttersprachler ist auch die Aussprache schwierig. Nicht nur sie klagen wegen der harten Klang.

Die Sprecher der Ost- und Süd-Europäischen Sprachen ist die Aussprache des hinten gebildeten R eine fast unmögliche Hürde. Viele geben die Anstrengungen auf. Aber für die Bayern, Franken, in der deutschsprachigen Schweiz und den Süd-Tirolern ist das vorne gebildete R natürlich.

Das Verschlucken der –en Endungen am Wortende verursacht keine Probleme (z.B. gehen), aber Wörter auf –er (z.B. Vater) lassen Anfänger sozusagen auffliegen.

Wortschatz

Der Wortschatz einiger Berufe und der neuzeitlichen Philosophie ist zu einem beträchtlichen Teil Deutsch. Die Mitgliednationen der einstigen Monarchie kennen zusätzlich eine Menge deutsche Lehnwörter, auch grundsätzliche Wörter wie vicc oder tánc im Ungarischen sind Germanismen, man braucht sie nicht extra lernen.

Im Vergleich zu vielen anderen Sprachen gibt es im Deutschen viele zusammengesetzte Wörter, was in der Hinsicht vorteilhaft ist, dass sie sofort verständlich sind. Leider führt diese ‚Erweiterung‘ des Wortschatzes zu sehr langen Wortmonstren, die dann im Alltag mit Abkürzungen ersetzt werden.

Tips zum Deutschlernen

Es ist förderlich, CDs mit authentischer Sprache zu hören. Ich bevorzuge Hörmaterialien mit einfachen Dialogen. Im Idealfall ist das Hörmaterial zweisprachig, und das Booklet enthält nicht nur die Dialoge, sondern auch die Grammatik auf der jeweiligen Arbeitssprache und ein Wörterbuch.

Damit für den Lerner zusätzliches Nutzen entsteht, behandle ich in meinen Konversationstrainings folgende Themen:

  • Behördengänge
  • Wohnungssuche
  • Aufenthaltserlaubnis
  • Arbeitserlaubnis
  • Arbeitsvertrag
  • Fragen der Versicherung
  • Ausfüllen von Formularen
  • Antragsstellung an Hilfsorganisationen
  • Angelegenheiten von Angehörigen, z.B. Schulsachen
  • Kenntnisse des österreichischen Rechts